we did it, finally. nach fast 10 monaten ausschließlichem gedanken-, zeit- und energieeinsatz an dieser großbaustelle und folgenden tagen der lethargie, fühlt es sich endlich gut an, diesen satz zu schreiben: wir haben’s geschafft!

seit 30ten mai ist die ausstellung geöffnet, an dem tag zwar nur für die ultraelite wie den chinesischen präsidenten, botschafter, expokommisäre. seit ersten mai strömen offiziel ganz normale besucher durch unsre arbeit, mit der sie in form von 73 projektoren und 30 servern, aufgeteilt in 4 bereichen mit boden wand und deckenprojektionen großteils interaktiv spielen können.den besuchern scheints zu gefallen, denn sie zerlegen uns das haus vor lauter spielewut, (deshalb) sind auch die obrigkeiten bisweilen sehr zufrieden und damit löst sich bei allen beteiligten langsam die angespannte miene, die konversationen sind wieder lockerer.
nachdem der gewöhnliche besucher, sprich ohne vip oder sonstigem spezialausweis oder rang, bis zu zwei ecken um den pavillion angestanden ist und endlich in einer abgezählten kleingruppe das gebäude betreten darf, wird er zunächst mit einem zurzeit nicht so extremen kälteschock begrüßt. der erste bereich hat intern den klingenden namen ‘mountain’ bekommen, denn er kann mit einer zusätzlichen projezierten schneehang aufwarten, den man mit schnee- oder styroporähnlichen bällen bewerfen kann, wenn der schnee nach dem ersten besucherschwall schon wieder gar ist, und sich an den reaktiven inhalten auditiver und visueller natur am hang und der decke erfreuen.

wie auch die restlichen bereiche, löst der besucher beim herumgehen auch am fußboden etwas aus, natürlich abhängig von dem subthema, das gerade vorherrscht.

um jedem österreichkennenlernwilligen so viel information(süberfluss) wie möglich zu garantieren ist jeder bereich natürlich auch mit mindestens vier sich abwechselnden subthemen ausgestattet.

bergab betritt man den klimatisch angenehmen wald bereich (von uns auch liebevoll wood genannt). hier kanns einem schon mal passieren, dass man eine wütende besucherhorde antrifft. in dem sinne wütend, dass 60 hände gleichzeitig wie manisch an die wand klopfen, was mit der zeit sogar unsere mühsam eingerichtete projektion in mitleidenschaft ziehen wird. der grund für den rudelweisen exzess ist die multipunch (um der apple klage vorzubeugen nicht -touch) wandbespielung, an denen man vielerorts österreichtypische bilder und animationen, wie flachlangmountainbiker, angler, hundezerrende jäger, imker und was man halt sonst noch so im wald treibt aufdecken kann.
dieser, mit 12 projektoren der kleinste, bereich geht nahtlos ins wasser über. abgesehen vom bereits abgedroschenen klopfsyndrom gibt es hier manchmal besucher zu entdecken, die kurz erschrocken sind auf wasser zu gehen (ohne scherz, wirklich schon passiert) außer im winter, wenn der virtuelle see natürlich zugefroren ist. wesentlich romantischer zum beobachten sind die kinder, die versuchen die längst schon verspeiste forelle zu fangen, die sich dank interaktivem, sprich durch trackingdaten generiertem, velocityfield von den als humaoid erkannten daten weganimieren.

nach diesen bewegungsfordernden mühen bevorzugen die meisten sichs im größten city bereich auf den stufen gemütlich zu machen. 
anstatt hier durch masseninteraktion eins der sechs am boden gekennzeichneten subthemen a la eins, zwei oder drei auszuwählen, schalten die meisten wieder auf frontalberieselungsgenussmodus um und warten, mit unter nicht besonders geduldig, auf die performance der livemusikertruppe, bestehend aus wechselnden 3 klassischen musikern mit einem zusätzlichen elektronischen improvisierer.

dass ihnen dabei die hälfte des arsenals unserer 8k panoramavideos entgeht, scheint zwecks der gemütlichkeit in kauf genommen zu werden. lieber drückt man sich schulmäßig nebeneinander auf die stufen, wartet geduldig auf klassische stücke oder begibt sich nach einem kurzen versuch an einem der etwas experimentelleren stücken, die speziell für die 6 verschiedenen subthemen des stadtbereichs geschrieben wurden, aus dem ausstellungsbereich.




gratuliere euch zur fertigstellung! schaut auf jeden fall nach reizüberflutung aus
gibt’s auch eine doku in bewegten bildern? wär’ schön.
lg und einen schönen urlaub,
tobi