21.06.2010

some impressions squeezed into stereographic projection panos to be seen @flickr

14.06.2010

klein-tokio oder klein-wien in shanghai klingt doch sehr exotisch verheissungsvoll. genauso wie der prominente bund ehemalig britisch und die französische konzession eben französisch dominiert war, war dieses viertel eine zeit lang fest in japanischer hand und vor dem zweiten weltkrieg sogar von japanischen truppen besetzt. diese zeit ist allerdings durch die rasante bauliche entwicklung shanghais (architektonisch) spurenlose vergangenheit.

ebenso findet man kaum noch etwas vom vermeintlichen klein-wien, wenn man nicht zufällig etwas darüber gehört hätte und nach einer synagoge in dem viertel ausschau halten würde.
auch wenn die ausländischen einflüsse verwischt bis verloren sind kann diese gegend heute ironischerweise mit dem autentischsten shanghai-normal-bewohner-flair aufwarten. während man sich im renovierten oder eher beschönigten xintiandi dem westlichen konsumrausch (paulaner weissbier, french cusine, fusion food,…) hingeben muss, oder im lieblicheren aber ähnlich frisierten tianzifang zwischen kleinen boutiquen bis ramschläden streunt, um zumindest einen funken von einem eindruck der sogenannten longtangs zu bekommen, braucht man zwei drei blocks entfernt vom berühmten flussufer shanghais in hongkou nur in die nächste seitenstrasse einbiegen und kann diese original(er) chinesische form eines wohnblocks samt sozialem umfeld dazu erfahren.
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03.06.2010

shanghai ist zur zeit von oben bis unten mit expo-werbungen zugepflastert. in jeder strasse ein licensed expo product retailer. an jeder ecke ein stand, der hauptsächlich studenten abwirbt um einen 2 wöchigen freiwilligen expo-dienst zu leisten. jeder zweite beitrag oder sonstige clip an den zahlreichen monitoren überall in der stadt hält einem gecastet fröhliche internationale menschen auf und um die expo vor augen. ‘better city, better alles andere auch…’. gerade wenn man auch noch für diese omnipräsente megalomanie unter vertrag steht, kriegt man schon mal einen koller und dürstet nach alternativen zum sauberen, organisierten, technischen repräsentationsspektakel.

es braucht nicht lange, bis einem auffällt, dass dieser extreme fokus durchaus mit behördlicher nachhilfe geschaffen wird. alles, was nicht irgendwie in verbindung steht und trotzdem für mediales aufsehen und besucher sorgen könnte, wird schon mal präventiv klein gehalten. als beispiel findet heuer das e-arts medienfestival (das mir 2007 den ersten shanghaibesuch verschafft hatte) nicht statt.

nur durch einen relativ nüchtern und kommentarlosen eintrag im (hier nicht so worldwiden) web, ist die idee aufgekommen doch kurz zu den open-house days in der weihei road 696 vorbeizuschauen.
wer ebenfalls auf urbane industrialisierungspatina und büro/atelier gemeinschaften steht, wird meine verzückung verstehen.
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06.05.2010

we did it, finally. nach fast 10 monaten ausschließlichem gedanken-, zeit- und energieeinsatz an dieser großbaustelle und folgenden tagen der lethargie, fühlt es sich endlich gut an, diesen satz zu schreiben: wir haben’s geschafft!

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25.04.2010

made in china bekommt hier nach kurzer zeit eine relativ ambivalente konnotation. vielleicht liegt es daran, dass ich zum zweiten mal in china die meiste zeit auf einer baustelle verbringe, andererseits sieht man phänomene davon auf allen (seiten)strassen, nicht-edel märkten und nutzfahrzeugen.

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